Die Fuck-Up-Checklist

Welche Fehler sollten Sie bei Podcasts vermeiden?

 

Viele Unternehmen finden ihre Inhalte so wichtig, dass sie diese ungefiltert durch ihre Kommunikationskanäle pressen. Im Idealfall sind Ihre und die Themen Ihrer Hörerinnen und Hörer deckungsgleich, aber vermeiden Sie, die eigenen Botschaften durchzudrücken, ohne sich in die Schuhe der jeweiligen Zielgruppe zu stellen. Dafür müssen Sie diese zuvor genau festlegen. Ein Podcast ist ein höchst individuell zugeschnittenes Medium, keine eierlegende Wollmilchsau, die es allen recht macht. Schärfen Sie Ihre Zielsetzung und konzentrieren Sie sich auf die jeweilige Audience: Kundschaft bzw. potenzielle Kundschaft, externe Stakeholder, interne Mitarbeitende, Analysten oder Special-Interest-Gruppen. Aber nicht alle auf einmal.

Mit einer weiteren Legende müssen wir hier aufräumen: Es heißt gerne, Podcasts zu produzieren sei ganz leicht. In Deutschland denken viele so. Einer von tausend macht einen Podcast. Der Podcast-Markt wird also bereits von einer Fülle von Angeboten überschwemmt. Das Problem: Rund 90 Prozent davon sind schlecht. Sie wollen nicht dazugehören! Technisch gesehen, ist ein Podcast leicht umzusetzen. Dennoch müssen Sie sich über den Content Gedanken machen.

Bei den Podcast-Profis wie Böhmermann, Schulz & Co. klingt der Talk so locker, so flockig, so flauschig – als ob sich die Stars der Szene gar nicht vorbereiten würden. Guter Content aber braucht gute Vorbereitung! Personality allein haut Sie da nicht raus! Aber überspielen Sie mangelnde Personality nicht mit Zahlen und Statistiken, Expertenwissen oder Details. Bleiben Sie menschlich, schaffen Sie Atmosphäre und entlocken Sie Ihrem Gegenüber Persönliches, Dinge, die emotional verbinden. Podcasts leben vom Flair, nicht von Fakten.

Overengineering ist ein weit verbreitetes Phänomen. Verlieren Sie sich nicht im Konzeptionsdschungel! Überlassen Sie die Konzeption aber auch nicht den  Mitarbeitenden der PR-Abteilung, die vielleicht gerne Podcasts hören. Binden Sie deren Gestaltungswillen mit ein, aber sparen Sie nicht an externer Expertise. Know-how von Audioexpertinnen und -experten bei Research, Konzeption und Umsetzung gezielt einzukaufen, wenn Sie darüber intern nicht verfügen, sichert die Qualität. Audio ist ein Handwerk, das erlernt sein will. Sie wollen weder Zeit noch Energie noch Motivation Ihrer Mitarbeitenden verbrennen für ein Produkt, das an mangelnder Qualität oder schlechter strategischer Integration scheitert.

Und letztlich: Holen Sie Feedback ein – qualitativ und quantitativ. Wie viele Downloads und Streamings hat eine Episode im Vergleich zu einer anderen? Wie viele Abonnentinnen und Abonnenten folgen dem Podcast? Wie sind die Abbruchraten? Wie finden die Hörerinnen und Hörer Ihr Angebot? Welche Verbesserungsvorschläge oder Wünsche äußern sie? Aus diesen Daten können Sie wertvolle Erkenntnisse ziehen, um Ihr Podcast-Angebot zu verbessern.

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